Wann eine Nachbehandlung sinnvoll ist
Wann eine Nachbehandlung sinnvoll ist von Anna-Katharina Hagen Eine 2. Osteopathische Behandlung nach ca.6 Wochen, kann durchaus sinnvoll sein, ist aber nicht immer ein Muss. Komme ich routinemäßig zu einem Pferd, dass alle 6 Monate zum Check-up da ist und stelle keine gravierenden Probleme fest, ist eine Nachbehandlung definitiv nicht nötig. Auch wenn ich zu einem Pferd komme, dass vielleicht seit 2 Jahren keine Behandlung mehr hatte, aber gut und sinnvoll trainiert ist und keine größeren körperlichen Baustellen hat, ist eine Nachbehandlung nicht sinnvoll. Eine Nachbehandlung ist allerdings immer sinnvoll, wenn ein Pferd größere körperliche Baustellen hat oder in keinen guten körperlichen Zustand ist. Dann ist es definitiv sinnvoll nach einigen Wochen nochmal zu schauen, ob die Problematiken beim letzten Mal nachhaltig gelöst werden konnten oder ob das Pferd in alte Bewegungsmuster zurückgefallen ist und Problem XY wieder da ist. Auch sinnvoll ist eine Nachbehandlung, wenn das Pferd gerade wieder antrainiert werden soll. So hat man nach einigen Wochen nochmal die Überprüfung, ob das Training in die richtige Richtung geht und ob durch die Mehrbelastung jetzt noch andere „Baustellen“ auftauchen oder nicht. Vorheriger Beitrag
Trainingstherapie in Kombination mit Behandlung
Trainingstherapie in Kombination mit Behandlung von Anna-Katharina Hagen Zu machen Pferden komme ich zur Behandlung und stelle dann während dieser fest, dass wir hier eine engere Betreuung benötigen, um dem Pferd nachhaltig helfen zu können. Sind Pferde durch verschiedenste Umstände (schlechte Haltung/Training beim Vorbesitzer, Krankheit, Trainingspause, Verletzungen, Stress, o.ä.) in einem schlechten körperlichen Zustand, reicht es oft nicht aus, wenn ich einmal komme und das Pferd behandle. Oft brauchen diese Pferde engmaschigere Betreuung und vor allem auch gezielte Übungen im Training, um sie wieder in ein gesundes Bewegungsmuster zu bringen. Hier bietet es sich oft an, wenn wir nach der osteopathischen Behandlung 2–3 Termine zur Trainingstherapie vereinbaren, in denen ich erklären kann, mit welchen Übungen wir welche Schwachstellen des Pferdes angehen können, um wieder einen gesunden Bewegungsablauf herstellen zu können.Das Lösen von Blockaden und Muskulatur alleine, löst meist die Probleme nicht nachhaltig, weil das Pferd trotzdem wieder in alte Bewegungsmuster zurückfällt. Es muss also auch durch gezielte Übungen im Training stabilisiert werden. Und das kann nur langfristig erfolgreich sein, wenn der Besitzer die gezeigten Übungen regelmäßig wiederholt und dran bleibt. Bei manchen eingefahrenen Mustern dauert es, bis sie sich auflösen und nachhaltig Besserung eintritt. Vorheriger BeitragNächster Beitrag
Das nervöse und unruhige Pferd
Das nervöse und unruhige Pferd von Anna-Katharina Hagen Es gibt Pferde, die sind generell viel im Außen orientiert, können schwer loslassen und ganz schlecht die Kontrolle abgeben. Solchen Pferden fällt es auch schwer in der Behandlung ruhig zu sein und in sich reinzuspüren für längere Zeit. Das Bilderbuchbeispiel ist natürlich ein Pferd, dass komplett entspannt in der Behandlung, regelmäßig gähnt und schleckt, wenn sich etwas löst und total ruhig in sich hineinhört. Es gibt aber einfach Pferde (oder auch an den Tag der Behandlung äußere Umstände), die das nicht so gut können. Das ist auch gar nicht schlimm. Trotzdem kann ich als Therapeut einiges Lösen und mit einigen Techniken die Pferde wenigstens kurz ins „hineinspüren“ bringen. Die Behandlung wird dem Pferd trotzdem helfen und in einen besseren Bewegungsablauf bringen. Ganz oft sind es übrigens auch genau diese Pferde, die dann nach der Behandlung fix und fertig auf der Koppel dösen und die Behandlung erstmal verarbeiten müssen. Das machen sie nur lieber für sich und nicht in direkten Nähe des Menschen. Und das ist okay und die Behandlung deswegen nicht weniger gut für das Pferd. Oft ist es auch so, dass diese Pferde nach 2-4 Behandlungen vom gleichen Therapeuten irgendwann anfangen loszulassen und während der Behandlung schon zu entspannen. Vorheriger BeitragNächster Beitrag
Das tretende Pferd
Das tretende Pferd von Anna-Katharina Hagen Nicht selten habe ich in meinen Behandlungen auch mal Pferde, die treten oder beißen. Das hat oft verschiedenste Ursachen. Es gibt Pferde, die sind gegenüber fremden Menschen (verständlicherweise) erst einmal skeptisch. Nicht mal unbedingt, weil sie etwas Schlechtes erlebt haben, sondern einfach, weil sie erstmal Vertrauen aufbauen müssen. Diese Pferde zeigen dann auch gerne mal deutlich, wann es ihnen zu viel wird. Ein weiterer Grund sind natürlich Schmerzen. Oft rufen mich die Besitzer ja, weil ihr Pferd ein Problem hat. Wer schon mal eine Blockade im Gelenk oder mega verspannte Muskulatur hatte, weiß wie schmerzhaft das sein kann. In solchen Situationen ist es total normal, dass das Pferd ggf. erstmal Abwehrreaktionen zeigt, weil es ihm wehtut oder unangenehm ist. Dann gibt es natürlich noch die Pferde, die vielleicht noch gar nicht gelernt haben auf 3 Beinen zu stehen und deswegen „kicken“, weil sie ihr Gleichgewicht nicht halten können. Oder es gar nicht gewohnt sind, dass man sie überall anfasst. Meine Herangehensweise ist bei all diesen Pferden ähnlich: Ruhe und Geduld sowie ganz sanfte Techniken. Diese Pferde müssen erstmal wissen, dass ich ihre Grenzen respektiere, ihnen nicht wehtun möchte und sie mir Vertrauen können, weil ich ihnen helfen möchte. Das kann manchmal recht schnell gehen, manchmal aber auch dauern. Es gibt Pferde, die brauchen 3 Behandlungen, bis sie sich voll darauf einlassen können und ich an den Kern des Problems gehen kann. Diesen Pferden hilft es gar nicht ständig den Therapeuten zu wechseln, weil sie das Vertrauen brauchen. Die sanften Techniken holen die Pferde meist sehr gut ab. Es kann sein, dass am ersten Termin dann nicht alle Probleme direkt gelöst sind, aber ich habe den Weg dafür geebnet, dass es das nächste Mal wieder einen Schritt weiter geht. Vorheriger BeitragNächster Beitrag
Vollblutstute lässt sich wieder anfassen und Putzen
Vollblutstute lässt sich wieder anfassen und Putzen von Anna-Katharina Hagen Die Besitzerin dieser Vollblutstute hat mich gerufen, um die Stute generell einmal durchzuchecken bevor es nach einer längeren Pause wieder losgeht mit dem Training (generell eine super Einstellung!). Beim durchchecken der Stute fiel mir recht schnell auf, wie sensibel sie auf Berührungen gerade im Bereich Brust, Bauch und Rücken reagierte. Ich sprach die Besitzerin darauf an, die mir sagte, dass ihre Stute da schon immer recht „zickig“ war. Mir als Therapeuten schießt da auf jeden Fall bei dieser Problematik auch die Möglichkeit von Magenproblemen in den Kopf.Im Gespräch mit der Besitzerin stellt sich aber heraus, dass es keine weiteren Anzeichen dafür gab und auch die Haltung ziemlich optimal war. Also habe ich weiter gesucht, denn typisches „zickiges“ Verhalten ist auch bei Stuten nicht normal! „…denn typisches „zickiges“ Verhalten ist auch bei Stuten nicht normal.“ – Anna-Katharina Hagen Designer Ich habe die verspannte Muskulatur und die Faszien im Rücken, Bauch und Brustbereich gelöst. Außerdem hatte die Stute 2 blockierte Brustwirbel, 3 blockierte Rippen und ein blockiertes Brustbein. Das alles habe ich gelöst, der Besitzerin Übungen mit an die Hand gegeben und was soll ich sagen: 2 Wochen nach der Behandlung bekomme ich die Nachricht, dass die Stute sich seit der Behandlung problemlos ohne zickig zu sein, überall anfassen lässt! Vorheriger BeitragNächster Beitrag
Spanier Wallach mit knackenden Gelenken
Spanier Wallach mit knackenden Gelenken von Anna-Katharina Hagen Vor einiger Zeit wurde ich zu einem Spanier Wallach gerufen. Die Besitzerin hatte ihn gerade frisch gekauft und wollte ihn einmal komplett durchchecken lassen, weil es ihr komisch vorkam, dass seine Gelenke in der Hinterhand immer knackten (und zwar bei jedem Schritt). Ich habe mir den jungen Mann näher angeschaut und auch 2-mal im relativ kurzem Abstand behandelt. Beim ersten Termin sind mir einige Blockaden (auch in der Hinterhand) aufgefallen, die ich gelöst habe. Außerdem stand er muskulär nicht optimal da, sollte jetzt bei der neuen Besitzerin aber auch ins Training starten. Ich gab der Besitzerin Übungen an die Hand, die sie regelmäßig umgesetzt hat. 6 Wochen später an unserem 2. Termin sah der junge Mann schon deutlich besser aus. Allerdings waren die knackenden Gelenke immer noch zu hören, wenn auch nicht mehr so oft und so laut. Ich habe mir wieder das ganze Pferd angeschaut und behandelt und mich viel mit der Besitzerin ausgetauscht über das aktuelle Trainingsprogramm. Ich habe ihr gezeigt, worauf sie beim Training achten soll und wie sie es am besten umsetzt. Der junge Wallach hatte nämlich noch leichte Anzeichen einer Trageschwäche. Er konnte seinen Brustkorb noch nicht immer optimal anheben und hat das mit einer verspannten Muskulatur in der Hinterhand kompensiert. Und genau diese Muskulatur hat durch die Überspannung starken Zug auf u.a. die Sprunggelenke des Pferdes ausgeübt. Diese sind dann nicht mehr so frei beweglich, wie sie es normalerweise sein sollten. Fazit: Lösen der Blockaden, gezielte Übungen für die körperlichen Defizite des Wallachs und kontinuierlich gutes Training haben dazu geführt, dass die Gelenke kaum noch knacken. Vorheriger BeitragNächster Beitrag
Traumatisierte Kaltblutstute kann nur “frei” behandelt werden
Traumatisierte Kaltblutstute kann nur “frei” behandelt werden von Anna-Katharina Hagen In meinem Kundenkreis betreue ich u.a. auch eine mittlerweile 4-jährige Kaltblutstute. Diese Stute kommt aus Italien, wo sie ursprünglich gezüchtet wurde, um geschlachtet zu werden. Es kann sie glaube ich jeder vorstellen, dass diese Stute in jungen Jahren nicht sonderlich viel Schönes erlebt hat. 2-jährig hatte diese Stute das Glück auf einer Auktion von ihren jetzigen Besitzern gekauft zu werden. Diese haben sie liebevoll aufgepäppelt und ihr all das gegeben, was ihr die letzten Jahre gefehlt hat. Dennoch kann man sich glaube ich vorstellen, dass das Misstrauen allem Neuen gegenüber bei dieser Stute tief sitzt. Typisch Kaltblut zeigt sie ihren Stress und ihr Unwohlsein, aber nicht im Angriff oder der Flucht. Kaltblüter sind eher passive Stresstypen. Das heißt rein äußerlich wirken sie ruhig, sind aber innerlich total gestresst. Das zeigt diese Stute, indem sie entweder erstarrt oder „einfach geht“. Als ich diese Geschichte bei meinem ersten Besuch gehört habe, war mir sehr schnell klar, dass dieses Pferd Platz braucht für die Behandlung. Wir sind also in den Roundpen gegangen mit der Stute und ich habe mich ihr erstmal vorgestellt und wollte dann anfangen zu behandeln.Die Stute ist auf meine Berührungen hin aber immer wieder ausgewichen. Also habe ich die Besitzerin gebeten den Strick abzumachen und die Stute frei laufen zu lassen. Mit der Option einfach gehen zu können, ließ die Stute mich jetzt an sich ran. Ich konnte ein wenig behandeln, bis es zu viel für sie war und sie gegangen ist. Ich habe ihr die Zeit und den Raum gegeben, um zu verarbeiten und abgewartet. Nach kurzer Zeit kam die Stute zurück und ließ sich weiter behandeln. So laufen seitdem unsere Behandlungen ab und der Stute tut das sichtlich gut. Sie darf also selber entscheiden wie lange sie behandelt wird, wie intensiv und wie viel Pause sie braucht. Das funktioniert einwandfrei und die Stute genießt das sichtlich. „Ich habe ihr die Zeit und den Raum gegeben, um zu verarbeiten und abgewartet. Nach kurzer Zeit kam die Stute zurück und ließ sich weiter behandeln.“ – Anna-Katharina Hagen Designer So laufen seitdem unsere Behandlungen ab und der Stute tut das sichtlich gut. Sie darf also selber entscheiden wie lange sie behandelt wird, wie intensiv und wie viel Pause sie braucht. Das funktioniert einwandfrei und die Stute genießt das sichtlich. Vorheriger BeitragNächster Beitrag
Isi Stute mit immer wiederkehrenden kleineren Baustellen hat keine Probleme mehr
Isi Stute mit immer wiederkehrenden kleineren Baustellen hat keine Probleme mehr von Anna-Katharina Hagen Seit nun fast 2 Jahren begleite ich eine Isi Stute und ihre Besitzerin. Die Stute hatte anfangs immer wieder kleinere Baustellen. Nichts Gravierendes, aber mal einen Beckenschiefstand, blockierte Halswirbel, Probleme mit dem Atlas, dem Zungenbein. Immer mal wieder kleinere Dinge, die bestimmt jeder Pferdebesitzer von seinem Pferd kennt. Die Besitzerin dieser Isi Stute ist super engagiert und zusammen haben wir einen Plan erarbeitet, wie sie das Training ihrer Stute umstellen kann, sodass sie beide zufrieden sind und wie sie ihre Stute mit gezielten Übungen unterstützen kann. Das Training wurde umgestellt von 5x die Woche ausreiten, 1x Unterricht und 1x betüdeln, auf 2x die Woche ausreiten, 1x die Woche Unterricht, 1x die Woche Stangenarbeit, 3x die Woche Bodenarbeit. Natürlich alles mit angepassten Intensitäten. Zusätzlich habe ich ihr immer wieder Übungen an die Hand gegeben, die sie täglich mit ihrem Pferd umsetzt. Dazu gehörten Dehnungen, Massagetechniken und Übungen im Training, die sie sowohl vom Boden, als auch unter dem Reiter gut umsetzen konnte. Fazit: 2 Jahre, 6 Behandlungen und eine super engagierte Besitzerin später, war ich letztens zu einem Kontrolltermin da und konnte lediglich eine etwas verspannte Beckenregion feststellen. Ansonsten hatte dieses Pferd einfach keinerlei Probleme und stand richtig gut da. Das ist das Ergebnis, das man erzielen kann, wenn das Pferd (relativ) engmaschig behandelt wird, der Besitzer die vom Therapeuten gezeigten Übungen gut umsetzt und der Trainer gute Arbeit im Unterricht leistet. Die Besitzerin weiß jetzt, wie sie rechtzeitig Probleme bei ihrem Pferd erkennt und wie sie ihr Pferd auch selber mit gezielten Übungen super unterstützen kann. Wir sehen uns jetzt nur noch 1x im Jahr oder bei Bedarf, wenn die Besitzerin ein Problem bei ihrer Stute feststellt. Vorheriger BeitragNächster Beitrag
Sensible Tinkerstute fasst Vertrauen und “ändert ihr Wesen” nach der Behandlung
Sensible Tinkerstute fasst Vertrauen und “ändert ihr Wesen” nach der Behandlung von Anna-Katharina Hagen Vor einiger Zeit war ich bei einer 12-jährigen Tinkerstute. Kommt ursprünglich aus Irland, ist jetzt seit 4 Jahren in Deutschland, durch 3 Hände gegangen und bei der jetzigen Besitzerin gelandet. Diese hatte mir schon im Vorwege erzählt, dass die Stute sich nur von ihr und ihrer Tochter händeln lässt und fremde Menschen nicht an sich heranlässt. Die letzte Therapeutin, die an ihr dran war, hätte sie nach kurzer Zeit getreten.Ich höre mir solche Vorgeschichten gerne an, um natürlich auch ggf. auf die Situation besser vorbereitet zu sein, aber lasse mich davon möglichst nicht beeinflussen und gehe relativ unvoreingenommen an das Pferd heran. Stuten sind im Allgemeinen oft recht skeptisch fremden Menschen gegenüber und möchten gerne ihren eigenen Raum gewahrt haben und nicht direkt „angegrabscht“ werden (ich denke, jede Frau kann das verstehen). Deswegen starte ich jede Behandlung damit, dass ich mich den Pferden erstmal „vorstelle“. Sie dürfen an mir schnuppern und ich „frage“ ob ich sie sanft berühren darf. Ich beobachte dabei jede Reaktion des Pferdes. Die Pferde dürfen dabei auch nein sagen und das respektiere ich. Ich kann nur sinnvoll behandeln, wenn das Pferd sich darauf einlassen kann und vor allem auch ein Stück loslassen kann. Kämpfen Sie dagegen an, macht die ganze Behandlung keinen Sinn. So bin ich auch bei dieser Stute vorgegangen. Ich habe mich langsam herangetastet und bei jeder neuen Position gefragt, ob das für die okay ist. Ich habe bei dieser ersten Behandlung bewusst nicht die einzelnen Gelenke durchgetestet oder irgendetwas „grob“ behandelt. Das wäre für diese Stute zu viel gewesen. Ich habe viel energetisch und kraniosakral gearbeitet, also ganz sanft und mit ganz vielen kleinen, sanften Berührungen. Das sieht von außen dann vielleicht wenig spektakulär aus, aber im Inneren des Pferdes passiert ganz viel. Sie hat am Ende loslassen können und sich auf die Behandlung einlassen können. Und das war zu dem Zeitpunkt der größte Erfolg überhaupt. Ich habe hiermit die Basis geschaffen, dass diese Stute sich nächstes Mal noch besser darauf einlassen können wird und ich vielleicht auch größere Baustellen beheben kann. Bei solchen Pferden dauert es meist 3–4 Behandlungen, bis man als Therapeut überall herankommt. Diese Zeit muss man dem Pferd geben und da bringt es auch nichts ständig den Therapeuten zu wechseln, weil der das Problem nicht beim ersten Mal lösen konnte. Das Größte für mich war allerdings das Feedback der Besitzerin einige Tage später. Die Stute war in der Herde immer recht „aggressiv“ anderen Pferden gegenüber, recht unruhig und hat sich nicht jeden Tag zum Schlafen hingelegt. Außerdem hat sie sich von anderen Miteinstallern wenigstens am Hals anfassen lassen. All das war nach meiner Behandlung weg. Obwohl ich für Außenstehende „nichts“ gemacht habe. Woran liegt das? Ich habe während meiner Behandlung den Parasympathikus des Pferdes aktiviert. Das Pferd konnte entspannen, in sich reinfühlen und loslassen. Das wirkt sich auch auf andere Lebensbereich des Pferdes aus und hält oft nicht nur während der Behandlung an. Außerdem liegt bei dieser Stute mit Sicherheit eine traumatische Erfahrung vor, die durch meine Behandlung mit etwas Positivem überschrieben werden konnte. Sie ist also auf einem guten Weg zu einem besseren Leben. Nächster Beitrag